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Anschluss an kommunale Wasserversorgung erzwungen - gegen jede Vernunft

2012-01-04 14:54 von Paul Werner Zeh (1 Kommentare)

LEONDING. Am 31. Dezember muss Friedrich Drumm die Pumpe im kleinen Brunnenhaus der Wassergemeinschaft Doppl-Leonding endgültig abschalten. Bis dahin müssen alle 29 Häuser, die bislang mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt wurden, ans öffentliche Netz angeschlossen sein.

Viele Siedler an der Neusiedler-, Weber- und Meisterstraße sind empört. Bereits seit 1956 versorgen sich die Anrainer mit Trinkwasser aus einem gemeinsamen Brunnen. Zuletzt waren noch 29 Familien an der Wassergemeinschaft beteiligt, der Rest ans öffentliche Netz angeschlossen. Dadurch befinden sich auch jene 29 Siedler mit der eigenen Versorgung innerhalb der 50-Meter-Zone: Innerhalb dieser ist ein öffentlicher Anschluss verpflichtend.

UV-Anlage ist zu alt. „Wir hätten uns schon vor 30 Jahren ans Netz der Linz AG anschließen sollen“, sagt Friedrich Drumm, der gemeinsam mit Helmut Teutsch den Brunnen verwaltet, „damals haben wir uns erfolgreich gewehrt.“ Nun müsse man sich dem behördlichen Druck aber beugen.

Bereits im Jahr 2008 wurde der Wassergemeinschaft vorgeschrieben, die installierte UV-Anlage (Anm.: zur Desinfektion des Trinkwassers) dem Stand der Technik anzupassen. „Wir hatten schon die Angebote eingeholt, um das 7000 Euro teure System zu erneuern“, sagt Drumm. „Aber dann hat uns die Behörde wissen lassen, dass das trotzdem nichts mehr nützen würde.“ Da habe man sich das Geld gespart und den Anschluss ans öffentliche Netz hinausgezögert. „Es ist eine Schweinerei“, sagt Drumm, „denn unser Wasser hatte immer eine bessere Qualität als jenes der Gemeinde!“

Der Ärger sei schon sehr groß, pflichtet ihm Veronika Maresch bei. Sie wohnt in der Weberstraße: „Wir haben gemeinsam die Kosten für unseren Brunnen getragen und zusätzlich ohnedies Kanalgebühren an die Gemeinde bezahlt.“ Jetzt sei es wohl zu spät, den drohenden Anschluss noch einmal abzuwenden. Jahrzehntelang habe sich niemand darum gekümmert, ob dieses Wasser krank mache, empört sich eine weitere Betroffene: „Aber jetzt, wo die Stadt kein Geld mehr hat, kommt sie und wir müssen zahlen.“

Die Gemeinschaft habe auch überlegt, so wie die Gemeinde Goldwörth (siehe Stichwort) gegen diese Vorschrift zu klagen. Drumm: „Aber dafür fehlt uns leider das Geld!“

Man dürfe das Wasser ja weiterhin für den Garten verwenden, erklärt Bürgermeister Walter Brunner: „Aber ich kann bestehende Wassergesetze auch nicht außer Kraft setzen.“

-> Quelle: www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/art66,779349

Unser Kommentar:

Da wird das anscheinend bessere Trinkwasser verboten, um das öffentliche kommunale Trinkwassernetz zu erweitern. Diese eigenartige gegen die Interessen der Familien gerichtete kommunalpolitische Entscheidung führt zwangsweise zu höheren Kosten der betroffenen Einwohner und zu mehr Einnahmen des kommunalen Wasserwerkes – alles auf der Grundlage des Wassergesetzes. Wer beschließt solche Gesetze und in wessen Auftrag und Interesse?

Ähnliches haben wir in Siedlungen vor der eigenen Tür. Es sollte klar sein, dass eine biologische Klärung des Abwassers die qualitativ und kostenmäßig vernünftige Lösung ist.

Es ist kommunalen Entscheidungsträgern offensichtlich nicht klar, oder folgen sie anderen Interessen als für das Wohl der Einwohner tätig zu sein? Sie drängen auf Zentrale Kanalisation und Klärung des Wassers in kommunalen Klärwerken. Die Finanzierung ist anscheinend kein Problem, denn die Anwohner bezahlen zwangsweise die Investition direkt und über die Steuern. sowie die Klärung durch monatliche Gebühren. Die Wasserqualität wird keinesfalls besser als durch biologische Klärung vor Ort. Mit ökologischem Denken hat es nichts zu tun und es wird nur so lange funktionieren, wie sich die Bürger wie eine Weihnachtsganz ausnehmen lassen.

Wie verträgt sich diese Gesetzgebung und Haltung der kommunalen Entscheidungsträger mit der Aussage im Grundgesetz, dass die Abgeordneten Vertreter des Volkes sind?

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Kommentar von Christian Narkus | 2012-01-04

Erst wird zwangsweise ans kommunale Netz angeschlossen, eine dezentrale Versorgung, welche zukunftsfähig ist, zunichte gemacht. Dann wird Volkseigentum in private Hand verkauft (ohne jede Legitimation durch das Volk). Es gibt eine einfache Regel: wenn etwas keinen Sinn ergibt, dann folge dem Geld!
Mehr kann ich dazu nicht sagen.

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